Ich sitze am Fenster, habe eine Tasse Kaffee in der Hand und schaue auf den Schwibbogen, der das Zimmer in warmes, sanftes Licht taucht. Auf einem Holzbogen stehen sieben kleine Kerzen und darunter ist eine Krippe mit Maria, Josef und dem Kind zu sehen. Schön, ruhig und gemütlich.
Der Schwibbogen kommt ursprünglich aus dem Erzgebirge – einer alten Bergbauregion. Die Bergleute dort arbeiteten unter der Erde, umgeben von Dunkelheit. Wenn sie nach oben kamen, sehnten sie sich nach Licht. Also stellten sie sich Lichterbögen ins Fenster – als Zeichen der Hoffnung. Erst aus Metall, später aus Holz. (Das ist im Erzgebirge noch sehr weit verbreitet und eine Reise wert.)
Wenn ich heute diesen Bogen sehe, denke ich: Eigentlich hat sich gar nicht so viel geändert. Die Dunkelheit ist nur anders geworden. Keine dunklen Stollen mehr – aber Sorgen, Schuld, Einsamkeit, Stress. Es gibt Tage, da fühlt sich das Leben ziemlich finster an. Kennst du das?
Ein uralter Prophet schrieb mal: „Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht.“ (Jesaja 9,1) Jahrhunderte später sagte ein Mann namens Jesus über sich: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis bleiben.“ (Johannes 8,12)
Wenn das stimmt, dann ist Weihnachten mehr als Kerzen, Deko und Glühwein. Es ist Gottes Art zu sagen: „Ich sehe deine Dunkelheit – und ich bringe Licht hinein.“
Ich schaue noch einmal auf meinen Schwibbogen. Und denke: So wie dieses Licht mein Wohnzimmer heller macht, will Jesus mein Leben hell machen. Vielleicht auch deins. Probier’s aus – sprich einfach mit ihm. Kein großes Gebet, kein Kirchenlatein. Nur ehrlich.
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