Als Maria ihrem Verlobten Joseph sagte: „Ich bin schwanger“ – da ist für ihn eine Welt zusammengebrochen. Man kann sich die Szene vorstellen: Der Schock, die Enttäuschung, das Gefühl, betrogen worden zu sein. Und dann dieser Satz: „Das Kind ist vom Heiligen Geist.“ Ganz ehrlich – offensichtlicher kann man doch nicht lügen. Das kann doch nicht wahr sein!
Was wollte Joseph tun, nachdem er erfahren hatte, dass seine Verlobte schwanger war?
Das hatte er überlegt, aber nicht getan.
Das stimmt nicht.
Das ist richtig. Er hatte sie offensichtlich sehr lieb und wollte ihr die negativen Konsequenzen einer öffentlichen Verurteilung ersparen.
Das stimmt nicht.
Warum hat Joseph Maria nicht weggeschickt und sich stattdessen noch liebevoll um sie gekümmert?
Das hat er sicherlich, aber ist hier nicht die korrekte Antwort.
Das stimmt nicht.
Das ist nicht richtig.
Das klingt abgefahren, aber es war der Grund, warum Joseph sich um Maria kümmerte und sie zur Frau nahm. Ein Engel erklärte es ihm und sagte auch, dass der Junge „Jesus“ heißen soll. Jesus bedeutet: Gott rettet „… er wird sein Volk von den Sünden retten…“. Matthäus 1 Vers 21
Was für ein Moment! Joseph steht vor einer Entscheidung, die alles verändert. Seine Verlobte Maria ist schwanger – und behauptet, das Kind sei vom Heiligen Geist. Gegen jede Logik, gegen seine Gefühle, glaubt Joseph Gott. Genau das ist Glaube: Gott beim Wort zu nehmen, auch wenn so ziemlich alles in uns schreit: „Das kann doch nicht wahr sein!“
Entweder war das Ganze die größte Lüge der Geschichte – oder Jesus war wirklich das, was Gott versprochen hatte: ein Kind, das nicht von einem Mann stammt, sondern direkt von Gott.
Warum war es so besonders, dass Jesus ohne menschlichen Vater geboren wurde?
Weil das Kind vom Geist Gottes gezeugt wurde, war Jesus Mensch und Gott in einer Person.
Das ist richtig. Er kam nicht mit dem „Defekt“, den wir alle haben – unserer Neigung, uns selbst statt Gott ins Zentrum zu stellen. Er war frei davon.
Das stimmt auch. Gott zeigte damit: Ich halte, was ich verspreche. Schon Jahrhunderte vorher hatte er angekündigt, dass genau so ein besonderes Kind kommen wird – ein Zeichen seiner Nähe und Liebe zu uns.
Das ist korrekt. Jesus war ganz Mensch.
Die Geburt Jesu ohne menschlichen Vater war Gottes Art zu sagen:
„Ich komme selbst – als Mensch, mitten unter euch.“
Er kam nicht, um zu urteilen, sondern um zu retten.
Weihnachten ist also kein nettes Märchen, sondern Gottes Art zu sagen:
„Ich bin wirklich da – für dich.“
Was zeigt uns die Geschichte von Joseph und Maria über Gott?
Das ist auch richtig.
Das stimmt auch.
Das stimmt. Wer Gott und seinem Reden Glauben schenkt, so wie Joseph, kann nicht nur sein Weihnachtswunder erleben.
Auch das ist richtig.