TAG 11-23

“Es war einmal” 

So beginnen Märchen und Mythen, Legenden und der Krieg der Sterne. 

„Es war einmal” signalisiert, dass das, was jetzt kommt, wahrscheinlich nie passiert ist aber es durchaus eine schöne Geschichte ist, von der man viel lernen kann. Weihnachten fängt in den historischen Quellen des Matthäusevangeliums nicht mit: „Es war einmal…“ an.

Als Matthäus über die Geburt Jesu berichtet, beginnt er auch nicht mit den bekannten Ereignissen der Geburt selbst, dem Stern, den Hirten oder der Krippe. 

Er beginnt mit einer langen, manchmal langweilig erscheinenden Liste von Namen. Einem Stammbaum der zurück in eine fernere Vergangenheit reicht.

Oft wird dieser Stammbaum übersprungen, um schnell zur eigentlichen Aktion zu kommen. Dabei zeigt uns der Stammbaum viel mehr, als wir auf den ersten Blick vermuten. 

Matthäus fängt historisch an in dem er schreibt: „Verzeichnis der Vorfahren von Jesus Christus” Das heißt, er verankert das, was Jesus Christus ist und tut, in der Geschichte des Volkes Israel.

Jesus ist keine Metapher, kein Bild, kein Symbol. Jesus ist real. 

Was jetzt kommt, geht zurück auf real existierende Personen, und was berichtet wird ist tatsächlich geschehen.

Warum ist das so wichtig? Naja, es ist eben nicht nur eine nette Geschichte, oder ein guter Ratschlag. Eine gute Nachricht ist ein Bericht über etwas, was bereits getan oder geschehen ist. 

Ein Rat fordert mich auf, etwas zu tun; eine Nachricht fordert mich auf, zu entdecken, dass etwas bereits getan worden ist. Ein Ratschlag sagt: »Tu dies oder das!” Eine Nachricht meldet, dass jemand dies und oder das getan hat. Hier einmal ein Beispiel: 

Nehmen wir an, eine Armee, ist auf dem Weg eine fremde Stad zu überfallen und einzunehmen. Diese Stadt sucht sich dann natürlich die besten (militärischen) Ratgeber – halt Leute, die zeigen, wo man Schutzmauern errichten und Gräben ausheben sollte, wo die Wachposten und Verteidigungslinien postiert werden müssen.

Aber stell dir vor, ein anderer König oder Feldherr fängt die Invasoren ab und treibt sie in die Flucht oder schaltet sie aus. Was braucht die Stadt in diesem Fall? 

Sie braucht keine militärischen Ratgeber mehr, sie braucht Boten die die veränderte Situation berichten. Die Boten würden nicht sagen: Dies oder jenes ist noch zu tun um zu überleben.

Sondern sie werden berichten: 

„Wir bringe euch eine gute Nachricht über die ihr euch freuen könnt!” 

Mit anderen Worten: „Hört auf, Befestigungen zu errichten, euch zu verstecken und „Hört auf, eure Koffer zu packen!” Die Nachricht lautet: „Hört auf, euch selber retten zu wollen! Die Rettung hat jemand anders für euch geregelt.“ Das verändert alles. 

Die biblischen Weihnachtstexte sind Berichte über etwas, das sich in der Geschichte tatsächlich ereignet hat. Sie sind keine Fabeln, keine schönen Lebensbeispiele. Die Hirten, Maria und Josef, die Weisen aus dem Morgenland – sie werden uns hier nicht als Vorbilder oder Krippenfiguren vorgestellt. Das griechische Wort für Bote ist Angelo – Engel. Und der bringt Weihnachten die gute Nachricht, die alles verändert…

Im Lukasevangelium nachzulesen: 

„Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freude herrschen wird. Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden…“

Der Sohn Gottes ist in unsere Welt hineingeboren, das ist die beste Nachricht, die jemals ein Bote überbracht hat. 

Wir können und müssen uns nicht selbst erlösen, Gott ist gekommen, um uns zu retten. Die gute Nachricht zeigt uns nicht, was wir tun sollen, sondern was Gott getan hat. Das ist ein großer Unterschied: 

Rettung ist kein guter Rat, sie ist nichts, wofür ich kämpfen, was ich mir verdienen muss indem ich nur genug bete oder mich anstrenge. Die gute Nachricht die der Engel als Bote übermittelt gilt noch heute:

„Du kannst nicht zu mir aufsteigen, deshalb bin ich zu dir herabgestiegen.” 

In der Geschichte, wie Gott zu uns kam, um uns zu erlösen, ist Weihnachten natürlich erst der Anfang. Aber bei seiner Geburt ist sein ganzes Leben und Erlösungswerk wie bei einem Embryo vorgezeichnet; es gibt viele Hinweise auf das, was noch kommen wird. 

Er ist gekommen, um an unsere Stelle zu treten, um die Strafe für unsere Sünde zu bezahlen, und auf sich zu nehmen, was wir verdient haben. Im christlichen, biblischen Glauben geht es also nicht darum, ein besserer Mensch zu werden. Natürlich hat der Glaube viele praktische Auswirkungen, wie ich mein Leben gestalte. Zuerst und vor allem anderen ist der Glaube das Eingeständnis, dass ich / wir Rettung brauchen. Weihnachten zeigt uns, dass das was ich / wir nicht tun können (uns selbst erlösen) Gott durch Jesus ermöglicht.

Gerettet wird man nicht dadurch, dass man eine neue Ethik übernimmt oder eine neue Seite in seinem Leben aufschlägt oder sich einer bestimmten Gruppe anschließt.

Nein, es beginnt damit, dass man dem Bericht darüber, was damals geschehen ist, Glauben schenkt. Wenn Gott Mensch wurde und Jesus tatsächlich gelebt hat und nach einigen Jahren auf dieser Erde (Ostern) für alle Menschen Rettung ermöglicht hat, ist das eine Nachricht, die jedes Leben verändern möchte. 

Jetzt bist du dran – wir laden dich ein, ganz persönlich weiterzudenken. 

Vielleicht liest du einfach einmal den historischen Bericht von Matthäus und lässt den Stammbaum auf dich wirken. https://www.bible.com/de/bible/108/MAT.1.NGU2011 

Oder du schaust dir die Nachricht des Engels an. https://www.bible.com/de/bible/108/LUK.2.NGU2011 

Wenn dieser Impuls Fragen aufgeworfen hat, melde dich wie selbstverständlich bei uns. Wir maßen uns nicht an, auf alles eine Antwort zu haben würden uns aber Mega freuen, mit dir in Kontakt zu kommen. fragen@weihnachtswunder.info

Wir wünschen dir eine gesegnete Adventszeit – und sind so froh, dass die Weihnachtsgeschichte nicht mit „Es war einmal…“ beginnt.

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