... oder wo suchst du Schutz?

Auf Holz klopfen. Der Glücksbringer am Schlüsselbund. Kurz ins Horoskop schauen, nur so zum Spaß. Eigentlich glauben wir nicht daran. Aber sicher ist sicher, oder?
Wir alle wünschen uns Schutz. Vor Krankheit, Unglück und Dingen, die wir nicht kontrollieren können.

Doch worauf können wir uns wirklich verlassen?

Halloween – woher kommt das Fest?

Am 31. Oktober ziehen verkleidete Kinder durch die Straßen, Kürbisse leuchten und es gibt Süßigkeiten. Für die meisten ist Halloween einfach ein großer Spaß.
Der Name stammt von „All Hallows’ Eve“ – dem Abend vor Allerheiligen. An diesem christlichen Gedenktag, dem 1. November, erinnert die Kirche an die Heiligen.
Am 2. November, an Allerseelen, wird besonders der Verstorbenen gedacht.
Mit Halloween werden auch ältere irische Traditionen rund um das keltische Fest Samhain in Verbindung gebracht. Es markierte den Übergang in die dunkle Jahreszeit. Wie genau diese Bräuche mit dem heutigen Halloween zusammenhängen, ist historisch nicht vollständig geklärt.

Warum Kürbisse und Geister?

In irischen Volkstraditionen erzählte man sich Geschichten über umherziehende Geister und unheimliche Begegnungen. Ausgehöhlte Rüben mit eingeschnitzten Gesichtern und Lichtern sollten nach manchen Überlieferungen böse Geister fernhalten.

Irische Auswanderer brachten solche Bräuche nach Amerika. Dort wurde aus der Rübe der Kürbis. Seit den 1990er-Jahren verbreitete sich Halloween auch in Deutschland stärker.

Heute glaubt kaum jemand, dass ein leuchtender Kürbis wirklich vor Geistern schützt.

Aber die Sehnsucht nach Sicherheit ist geblieben.

reformation-nachtzweige

Ist wirklich alles nur Spaß?

An Halloween begegnen uns überall Bilder von Geistern, Hexen und dem Tod. Vieles gilt als Spaß. Doch wird etwas harmlos, nur weil wir darüber lachen? Bei Gläserrücken, Ouija-Brettern oder Geisterbeschwörungen hört der Spaß auf.
Die Bibel warnt ausdrücklich davor, Tote zu befragen, wahrzusagen oder zu zaubern (5. Mose 18,10–12). Solche Praktiken sind keine harmlosen Mutproben. Sie können Menschen innerlich schaden. Mein Rat: Finger weg – auch aus Neugier!
Bedeutet das, wir sollen uns an Halloween fürchten? Gerade nicht!
Jesus sagt:

„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“
(Johannes 16,33)

Jesus ist stärker als das Böse. Wer ihm vertraut, muss nicht in Angst vor dunklen Mächten leben.

Reformation – Luther sucht Sicherheit

Auch am 31. Oktober, aber schon 1517 machte Martin Luther seine 95 Thesen bekannt.
Er kritisierte besonders den Ablasshandel.
Damals hatten viele Menschen Angst vor Gottes Gericht. Durch Ablässe hofften sie, Strafen für ihre Sünden zu verringern. Mancherorts wurden Ablassbriefe gegen Geld angeboten.

Auch in Wittenberg spielte Allerheiligen eine besondere Rolle: Am 1. November wurden dort traditionell Reliquien, also Gegenstände und Überreste, die man mit Heiligen verband, zur Verehrung gezeigt. Damit waren ebenfalls Ablässe verbunden.
Luther stellte sich die Frage: 

Kann ich mir Sicherheit vor Gott wirklich verdienen oder sogar kaufen?

Beim Studium der Bibel entdeckte er: Gottes Vergebung ist ein Geschenk.

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben.“

Epheser 2,8

Nicht Geld, gute Taten oder religiöse Leistungen retten uns.
Entscheidend ist Jesus Christus.

Was gibt wirkliche Sicherheit?

Halloween erinnert an die Angst vor dem Unheimlichen. Luther beschäftigte die Angst, vor Gott nicht bestehen zu können.
Beide Themen führen zu einer Frage, die bis heute aktuell ist:

Was trägt mich, wenn meine eigenen Sicherheiten nicht mehr ausreichen?

Die Bibel sagt, dass unser tiefstes Problem die Trennung von Gott ist. Wir leben oft ohne ihn und vertrauen lieber auf unsere eigene Stärke.
Doch Gott hat uns nicht aufgegeben. Jesus Christus ist für unsere Schuld gestorben und auferstanden, damit wir mit Gott versöhnt werden können.
Das ist die gute Nachricht des christlichen Glaubens: Wir müssen uns Gottes Liebe nicht verdienen. Wir dürfen seine Vergebung annehmen und ihm vertrauen.

Und wo suchst du Schutz?

Wir versichern unser Leben, planen unsere Zukunft und versuchen, alles im Griff zu behalten. Das ist sinnvoll. Aber was passiert, wenn Krankheit, Verlust oder der Tod unsere Sicherheiten erschüttern?
Jesus verspricht kein Leben ohne Schwierigkeiten. Doch er schenkt Vergebung, Frieden mit Gott und eine Hoffnung, die über den Tod hinausreicht.

„Post tenebras lux“

Nach der Finsternis das Licht

Dieser alte Wahlspruch der Reformation bringt die Hoffnung des christlichen Glaubens auf den Punkt. Du kannst dich entscheiden, Jesus zu vertrauen. Du darfst mit deinen Fragen, Zweifeln und Ängsten zu ihm kommen.

Vielleicht ist das die wichtigste Frage am 31. Oktober:
Wo suchst du Schutz – und könnte Jesus Christus derjenige sein, dem du dein Leben anvertrauen kannst?

Fragen dazu? 🤔 Dann melde dich gern bei uns! 😊

Bleib mit uns in Verbindung. 5 – 6 x pro Jahr schicken wir dir gern einen Newsletter zum Weiterdenken. 

Lass uns zusammen nachdenken, was das wichtigste Fest ist und, was das alles mit unserem Leben zu tun hat. 😊